Was muss man wissen?

Es gibt so einiges, das zu lernen sich lohnt, bevor man in die Nacht hinausgeht und den Blick in den Himmel richtet.

So gibt es eine sehr große Anzahl von Sternbildern, die auch noch zu den Jahreszeiten unterschiedlich gut (oder auch gar nicht) zu beobachten sind. Dann gibt es auch noch verschiedenste Ereignisse, die vorher berechnet werden können oder in einschlägigen Publikationen nachzulesen sind. Und nicht zuletzt wird es notwendig sein, dass man sich am Himmel orientieren kann und so ist doch ein wenig Landkarten Know How (will sagen Sternenkarten Know How) nötig.

Hier nun meine Hinweise hierzu:

  • Sternbilder
  • Die Sterne im Jahresverlauf
  • Ereignisse am Himmel
  • Himmelskoordinaten

 


Sternbilder

Schon seit es Menschen gibt, sind die Sterne für diese interessant. Für die einen, weil sie eine Art Gottesboten waren, für die anderen, weil die Sterne immer einen festen Bezugspunkt darstellen, der auch den Weg zeigen kann, wenn man die Sternenkonstellationen nur richtig beurteilt.

Waren die Sternbilder anfangs noch die Interpretation der mythologischen Welt, so sind sie heute eine jeweilige Zusammenfassung von Sternen, um sich an der Himmelskuppel etwas leichter zurechtfinden zu können.

88 Sternbilder gibt es, die offiziell in diversen Publikationen den Sternenhimmel definieren.

Wenn Sie vorhaben sich mit dem Sternenhimmel etwas genauer auseinanderzusetzen, dann ist das Wissen über die Sternbilder und wo sie sich am Himmel befinden sehr hilfreich, ja die wichtigsten sollte man schon kennen.

 


Die Sterne über das Jahr gesehen

Die Erde wird sich einmal im Jahr um die Sonne bewegen. Da sich aus diesem Grund dann auch der Sternen - Hintergrund jeweils etwas anders darstellt, wird man sich, von der Erde aus gesehen, über das Jahr hinweg quasi einmal um die eigene Achse drehen. Das bedeutet wir sehen jeden Tag den Nachthimmel ein wenig anders.

So kann man ein ganzes Jahr, wenn das Wetter mitspielt, unterschiedliche Erscheinungen / Konstellationen am Himmel beobachten:

Ich möchte hier den typischen Sternenhimmel fuer ca. 22:00 Uhr abends zum jeweiligen Monatsanfang aufzeigen. Es ist in diesem Text nicht möglich alles am Himmel zu erklären, es soll hier aber ein Anreiz sein dies selber zu erforschen.

Januar:

ab ca. 22:00 Uhr

 

Der Himmel wird mit Blick in Richtung Süden hauptsächlich beherrscht durch den Anblick des Sternbilds Orion. Das Sternbild Walfisch geht im Südwesten unter. Rechts über dem Orion ist im Süden das Sternbild Stier zu sehen, worin das 7-Gestirn (die Plejaden) als Ansammlung junger, flimmernd leuchtender Sterne, die eng zusammen stehen, zu sehen sind. Auch das Sternbild Fuhrmann, mit seinem Kranz von Sternen, in dem der Stern Capella als hellster dieses Sternbildes hervorsticht, ist oberhalb des Orion zu sehen.

Februar:

ab ca. 22:00 Uhr

 

Im Februar ist das Sternbild Zwillinge hoch im Süden zu sehen. Darunter befindet sich im Sternbild grosser Hund der Stern Sirius als hellster Stern.

März:

ab ca. 22:00 Uhr

 

Anfang März gehen die Sternbilder Orion und Grosser Hund im Westen unter, während im Osten die Sternbilder Löwe, der schon hoch am Himmel steht und Jungfrau, das gerade aufgegangen ist, in den Blick kommen. Zwischen Löwe und Zwillinge ist das Sternbild Krebs jetzt hoch im Süden zu sehen.

April:

ab ca. 22:00 Uhr

 

Nun steht das Sternbild Löwe hoch im Süden. Der hellste Stern dieses Sternbildes ist der Stern Regulus. Mit guten Amateurteleskopen kann hier jede Menge von sogenannten Deep Sky Objekten entdeckt werden (Galaxieen, Sternhaufen etc.)

Mai:

ab ca. 22:00 Uhr

 

Der Mai ist in unseren Breiten schon ein Monat, wo es um 22:00 Uhr noch relativ hell ist, da die Sonne noch nicht sehr weit unter den Horizont gesunken ist. Hoch im Zenit (senkrecht über uns) haben wir den Großen Wagen. Der Große Wagen ist Teil des Sternbildes Großer Bär. Dieses Sternbild ist eines der zirkumpolar Sternbilder. Diese Sternbilder sind das ganze Jahr über an unserem Himmel zu sehen, da sie sich in ihrem Lauf nicht unter den Horizont bewegen. Im Westen sehen wir jetzt das Sternbild Bootes (den Bärenhüter) mit den Stern Arktur als hellstem Stern dieser Konstellation.

Juni:

ab ca. 22:00 Uhr

 

Das Sternbild Bootes hat jetzt, genau wie das Sternbild Jungfrau den Meridian (die gedanklich gezogene Linie vom Zenit zum Süden) passiert. Hoch im Osten taucht das Sternbild Herkules auf. Unter diesem befinden sich die Sternbilder Schlange und Schlangenträger. Diese beiden Sternbilder sind eher etwas unscheinbar mit kaum hellen Sternen.

Juli:

ab ca. 22:00 Uhr

 

Nun steht der Herkules am Himmel fast im Zenit. Genau im Süden sehen wir einen hellen Stern, den Antares, der zum Sternbild Skorpion gehoert. Dieses Sternbild ist in unseren Breiten nicht vollständig zu sehen. ||

August:

ab ca. 22:00 Uhr

 

3 Sternbilder beherrschen den Sommerhimmel und sind im August hoch am Südhimmel zu sehen:

  • Das erste Sternbild ist die Leier mit dem hellen Stern Wega.
  • Das zweite Sternbild ist der Schwan, hier ist Deneb der hellste Stern.
  • Das dritte Sternbild ist südlich dieser beiden Sternbilder der Adler. Atair heißt hier der hellste Stern.

Diese 3 Sterne bilden das sogenannte Sommerdreieck. Durch sie hindurch zieht sich das Band der Milchstraße mit seinem milchigen Schein der vielen, vielen Sterne, die die Ebene unserer Galaxie bilden.

September:

ab ca. 22:00 Uhr

 

Deneb im Sternbild Schwan steht nun nur wenige Grad von Zenit entfernt. Suedlich unter ihm befindet sich das Sternbild Delphin, östlich vom Adler. Im Westen stehen bereits die Sternbilder Pegasus und unter ihm Wassermann.

Oktober:

ab ca. 22:00 Uhr

 

Der Pegasus steht nun westlich des Meridians hoch am Himmel. Mit seinem markanten Viereck ist er leicht zu erkennen. Unterhalb von Wassermann, der nun direkt im Süden steht, ist das Sternbild des Südlichen Fisches mit dem hellsten Stern Formalhaut.

November:

ab ca. 22:00 Uhr

 

Im November sind die Sternbilder Andromeda, Dreieck und Widder hoch am Himmel, westlich des Meridians. Fast genau im Zenit befindet sich nun die Andromeda Galaxie. Diese unsere Nachbargalaxie kann man bei sehr klarem Wetter und dunkler Umgebung bereits mit bloßem Auge als leicht milchigem Fleck sehen. Mit einem Fernglas ist dieser Fleck schon sehr gut auffindbar.

Dezember:

ab ca. 22:00 Uhr

 

Im Südosten befindet sich das Sternbild Walfisch, ein recht unscheinbares Sternbild aber mit einem markanten Stern, Mira, der seine Leuchtkraft periodisch verändert. Im Osten tauchen nun wieder die Sternbilder Stier, Fuhrmann und darunter Orion auf.

 


Ereignisse am Himmel

Neben den immer wieder kehrenden Ansichten der Sterne, Sternbilder und dem Lauf der Planeten, gibt es Ereignisse, die entweder immer wiederkehrend, aber über eine lange Periode, oder scheinbar oder auch wirklich zufällig am Himmel passieren.

Gemeint sind hier viele unterschiedliche Ereignisse. Diese werde ich wohl nicht komplett aufzählen, aber ich möchte doch hier einen Einblick geben, was einen erwarten kann:



Sternschnuppen

Dies sind kleine Partikel oder auch groeßere Brocken, die in unsere Erdatmosphäre eindringen und dabei verglühen. In den oberen Luftschichten wird dies dann als eine glühende Spur sichtbar.



Sonnenfinsternis

Eine Sonnenfinsternis ist ein recht seltenes Schauspiel. Hierbei schiebt sich der Mond so zwischen Erde und Sonne, so dass er uns die direkte Sicht auf die Sonne nimmt. Es wird also dunkel.



Kometen

Kometen sind Himmelskörper, die als kleinere Körper vom äußeren Teil unseres Sonnensystems in die Nähe unserer Sonne "geschleudert" werden. Dabei wird ihre Konsistenz aus gefrorenen Elementen aufgeweicht, ja teilweise sogar verdampft, so dass ein Komet einen mehr oder weniger großen Schweif nach sich zieht.

 


Himmelskoordinaten

Um einen Ort auf der Erde zu bestimmen, haben wir ein Koordinatensystem aus Längen- und Breitengrad, das eben jeden Ort auf der Erde genau aufzeigt.

Projizieren wir nun die Erdkoordinaten an den Himmel, so können wir auch die Sterne am Himmel genau auffinden. Mit diesem Koordinatensystem wird auch in der Astronomie gearbeitet, nur nennt man dies hier statt Längen- und Breitengrad Rektaszension und Deklination. Statt östlicher bzw. westlicher Länge, definiert in 360 Grad (180 östlich, 180 westlich) ist das Himmelskoordinatensystem in 24 Stunden (h) eines Kreises eingeteilt, der Rektaszension genannt wird.

Nördliche bzw. südliche Breite wird im astronomischen Koordinatensysten 0-90 Grad Deklination am nördlichen Himmel und 0- (minus)90 Grad am südlichen Himmel genannt.

 

 

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